Yacht Club Mülheim Ruhr e.V.
Der Yacht Club Mülheim Ruhr e.V. (YCMR) ist ein Yachtclub mit eigenem Hafen an der Ruhr im Oberwasser der Schleuse Raffelberg in Mülheim an der Ruhr. Die Anlage umfasst rund 39 Liegeplätze, ein Clubhaus, moderne Sanitäranlagen sowie Stege mit Strom- und Wasseranschlüssen; die Internetnutzung ist kostenlos. Mitglieder und Gastlieger finden Parkplätze direkt bei den Schiffen, ein elektronisch gesichertes Zugangstor und Videoüberwachung des Geländes. Das Vereinsleben prägen Fahrten auf der Ruhr, Arbeitsdienste und der jährliche Langfahrtwettbewerb. Die Geschichte reicht von der Gründung 1973 als Yachtclub Essen Rellinghausen bis zum Umzug 1977 nach Mülheim und dem heutigen Hafenstandort an der Hafenstraße.
Historie
Im Jahr 1972 traf sich eine Gruppe von 15 bootsinteressierten Personen an der Zornigen Ameise in Essen am Ruhrufer. Sie verfügten über trailerbare leichte Boote, die sie dort zu Wasser ließen, und trafen sich am Wochenende zum gemeinsamen Fahren, ohne Steganlage oder Clubhaus. 1973 zog die Gruppe ein Stück Ruhrabwärts zum Campingplatz „Zur alten Ruhr“ an der roten Mühle mit Gaststätte und Slipanlage. Dort wurde der Verein als Yachtclub Essen Rellinghausen (YCER) gegründet; erster Vorsitzender wurde Dieter Behrendt, Hafenmeister Werner Teepe. Eine vorhandene Steganlage wurde auf zwölf Stege ausgebaut, als Clubhaus diente die Gaststätte. Da der Club wuchs, zog man 1977 nach Mülheim an der Ruhr um. An der Raffelbergschleuse konnten Ufer und Schrottbunker von Schrotthandel Kirsch und Holzhandel Schöneling gepachtet werden. Das Gelände wurde vom Schrott befreit und eine Steganlage an die Spundwände gebaut. Der Club erhielt den Namen Yachtclub Mülheim Ruhr (YCMR); erster Vorsitzender wurde Bodo Kuhlbartsch, Hafenmeister blieb Werner Teepe. Als Clubhaus diente zunächst eine Baracke auf dem Gelände des Holzhandels. 1982 kaufte der Club ein altes Fahrgastschiff und baute es zu Clubhaus, Hafenmeisterbüro und Sanitäranlage aus. Unter Vorsitzendem Horst Sauerbier wurden später Bunker geräumt, um Winterlager und Werftarbeitsflächen zu schaffen. Nach Verpachtung eines Spundwandabschnitts musste der Club Richtung Südhafen rücken; drei Dalben wurden errichtet. Das Clubschiff wurde verkauft, die Baracke neben den Schrottbunkern zum Clubhaus ausgebaut und ein Sanitärcontainer aufgestellt. Unter Hermann Winters wechselten die Hafenmeister (Emil Freimuth, Winfried Rassenhövel, später Rainer Knoop). 2003 entstand in einem Bunkerteil eine Küche für das Clubheim. 2008/2009 wurde ein weiterer Bunker überdacht und zu Damen- und Herrentoiletten mit Duschen sowie einem großen Hafenmeisterbüro ausgebaut; der Sanitärcontainer wurde verkauft. 2010 wurde das Klubheim renoviert, die Theke neu gebaut und der Holzfußboden durch Beton ersetzt. Ab 2014 erneuerten Mitglieder die Stege im Arbeitsdienst. Später wurde das zu kleine Clubhaus abgerissen und in Containerbauweise mit neuer Theke neu errichtet. 2017 übernahm Bertrand Langlitz den Vorsitz von Hermann Winters. Der Hafen erhielt ein elektrisch zu öffnendes Tor, Videoüberwachung mit Mitgliederzugang und kostenlosen Breitband-Internetzugang auch für Gastlieger. Im April 2012 zählte der YCMR 79 Mitglieder und etwa 40 Liegeplätze; Stand Oktober 2018 waren es 88 Mitglieder und vierzig Liegeplätze. Heute werden auf der Startseite 39 Liegeplätze genannt.
Informationen
Einrichtungen
Hafen mit 39 Liegeplätzen an der Ruhr (Oberwasser Schleuse Raffelberg), Stege mit Strom- und Wasseranschlüssen, Clubhaus, moderne Sanitäranlage mit Duschen, Hafenmeisterbüro, Winterlager in Bunkern, Parkplätze direkt bei den Schiffen, elektronisch gesichertes Zugangstor, Videoüberwachung, kostenloses Internet.
Aktivitäten
Fahrten und Freizeit auf der Ruhr und angrenzenden Revieren, jährlicher Langfahrtwettbewerb, Arbeitsdienste am Hafen und an den Stegen, Gastliegerbetrieb, Informationen zu Tour de Ruhr und Fahrregeln.
Parkplätze
Ja, Parkplätze direkt bei den Schiffen
Gäste-Liegeplätze
Ja, Gastlieger willkommen