Segelclub Aegir 1921 e.V.

Der Segelclub Aegir 1921 e.V. ist ein traditionsreicher Segelverein in Berlin-Müggelheim am nördlichen Ende der Großen Krampe im Bezirk Treptow-Köpenick. Der Club verfügt über einen ruhigen Hafen mit neuer Hafenanlage, Unterwasserslip für Boote bis 1,60 m Tiefgang und 10 m Länge, Bootshalle sowie einen komfortablen Sanitärraum auf dem Sportgelände am Krampenburger Weg. Fahrtensegeln und Teilnahme an Regatten prägen das Vereinsleben; Aufnahme erfolgt nach Anwärterschaft und Zustimmung der Mitgliederversammlung. Seit der Gründung nach dem Ersten Weltkrieg und der Rückübertragung der Sportanlage im Jahr 2000 steht der Club Seglern offen, die den Segelsport in landschaftlich reizvoller Lage mit Anbindung an den Nahverkehr betreiben wollen.

Berlin, Deutschland

Historie

Nach dem Ersten Weltkrieg schlossen sich segelbegeisterte Arbeiter, Handwerker und kleine Gewerbetreibende in Müggelheim zusammen. Ihre Heimstatt lag zunächst in Lauben am Ausgang der Großen Krampe, die vom Restaurant Krampenburg gemietet wurden; im Winter lagerten die Boote der Mitglieder des Aegir im Tanzsaal der Gaststätte. Der Segelclub Aegir 1921 e.V. erwarb später ein Grundstück in Müggelheim, Straße 48, das zuvor vorwiegend als Müllplatz der Müggelheimer Bauern gedient hatte. Für die Restschuld nach der Anzahlung nahmen die Gründungsmitglieder eine Hypothek auf. In wöchentlichen Arbeitseinsätzen wurde ein Teil des Grundstücks zum Bootshafen und Sportobjekt hergerichtet, der restliche Teil parzelliert und nur an Clubmitglieder verkauft. Im Jahre 1927 wurde das jetzige Gelände am Krampenburger Weg erworben. 1928 erhielten die Mitglieder die Genehmigung zum Bau einer Bootshalle; finanziert wurde der Bau durch Parzellierung der Hälfte des Grundstücks und Verkauf der Parzellen an die damaligen Mitglieder. Von Anfang an stand Fahrtensegeln im Vordergrund, zugleich machte der Club bei Regatten des Segelreviers eine gute Figur. Die Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten und der Zweite Weltkrieg unterbrachen die Entwicklung; eine Luftmine zerstörte zuletzt fast alle im Hafen liegenden Schiffe. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch begann das Sportleben im Aegir wieder und wurde später in der SG Grünau Gruppe III fortgesetzt. Neben Fahrten nach Brandenburg, Mecklenburg und an die inneren Küstengewässer der Ostsee gewannen Kameraden Preise auf der Regattabahn. Hervorgehoben werden Karl-Heinz Wegener als Mitglied der Olympiamannschaft 1956 in der Finn-Dinghy-Klasse, die Brüder Augustinski als DDR-Vizemeister in der Piratenklasse und die Brüder Leuenberg als letzter Meister der DDR in der Z-Jollenklasse. Seit 1990 trägt der Verein wieder seinen ursprünglichen Namen und beantragte die Rückgabe der enteigneten Sportanlage, die seit dem Jahr 2000 nach vielen Bemühungen rückübertragen wurde und wieder im Besitz des Clubs ist. Seither wurden viele Arbeitsstunden zur Verschönerung geleistet, unter anderem entstand ein komfortabler Sanitärraum. Mit dem Neubau des Unterwasserslips können Boote bis 1,60 m Tiefgang und bis 10 m Länge ein- und aus dem Wasser geslippt werden. Zu Beginn der Saison 2009 wurde die neue Hafenanlage in Betrieb genommen, sodass das mühsame Rammen der durch Eis gelockerten Pfähle entfällt. Der ruhige Hafen und das landschaftlich schöne Sportgelände mit Anbindung an den städtischen Nahverkehr, Einkaufsmöglichkeiten und naher Tankstelle laden Segler weiterhin ein.

Vorstand

Name
Funktion
Kontakt
Frank Meissner
1. Vorsitzender
Detlef Rücker
2. Vorsitzender