Yacht-Club Spiez
Der Yacht-Club Spiez ist ein Wassersportverein an der Spiezer Bucht am Thunersee und die offizielle Club-Website des YCSp. In der Club-Infrastruktur stehen das Clublokal «la vela», eine Krananlage, das Clubboot J/70, Motorboote sowie sechs mietbare Optimisten zur Verfügung. Ein strukturiertes Juniorenprogramm mit Schnuppernachmittagen, Opti-Ausbildung und Freitagstraining richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Spiez und Umgebung. Regatten, TBSV-Cups und die Swiss Sailing League prägen das sportliche Programm für Mitglieder aller Erfahrungsstufen. Seit der Gründung 1964 fördert der Verein Tourensegeln, Regattieren und Kameradschaft am Thunersee.
Historie
Der Yacht-Club Spiez wurde am 23. Mai 1964 im Hotel Krone in Spiez gegründet. Gründungsväter waren unter anderem Hansruedi Amstutz, Hansruedi Bader, Hansruedi Boss, Therese Fuhrer, Josef Hausner, Otto Jungi, Ernst von Kaenel, Jürg Müller, Roland Rupp, Peter Siegrist und Willy Spozio. Zweck war die Förderung von Segel- und Motorbootsport, insbesondere Tourensegeln und Regattieren sowie die Pflege der Kameradschaft. Am 30. August 1964 fand die erste Regatta ab dem Startturm beim Hotel Spiezerhof statt; der Club zählte rund 50 Mitglieder. 1967 wurde das Start-/Zielgebiet vor die Fischzucht Faulensee verlegt und die erste Tag- und Nachtregatta mit ca. 35 Teilnehmern durchgeführt. 1970 lieh Jakob Itten sein Segelschiff «Whiskytime» aus und ermöglichte damit Starts auf dem See; der YCSp führte mit der Kielzugvogel-Klasse die erste Schweizermeisterschaft durch. Ende 1971 schenkte Itten die «Whiskytime» dem Club. 1974 feierte der Club mit dem Piratenfest zehn Jahre und zählte rund 205 Mitglieder. 1975 folgte die Europameisterschaft der Moth-Klasse mit 50 Teilnehmern aus sieben Ländern; der Seemanns-Chor des YCSp, heute Shanty-Chor Spiez, trat erstmals auf. 1977 organisierte der Club seine erste Weltmeisterschaft für die Lightning-Klasse mit 53 Teilnehmern aus elf Nationen. 1983 folgte die Schweizermeisterschaft für Surf Bretter Division II mit 102 Teilnehmern. 1984 betreute der YCSp bei der zentralisierten Swiss-Sailing-Meisterschaft die Klassen Tornado und Flying Dutchman; die Mitgliederzahl lag bei rund 170. 1988 richtete der Club seine zweite Weltmeisterschaft mit der Tempest-Klasse aus (53 Mannschaften aus sieben Ländern). 1989 feierte der Club sein 25-jähriges Jubiläum im Seegarten. 1992 fand eine Europameisterschaft der Trias-Klasse statt, und die ersten Match Races auf dem Thunersee wurden durchgeführt. 1993 brachte einen Teilnehmerrekord von 177 Booten an der Tag- und Nachtregatta. 1994 wirkte der YCSp am Guinness-Weltrekord «Thunersee» mit 365 Booten und über 2000 Personen mit; der Club zählte wieder rund 190 Aktive und Junioren. 1996 markierte ein dunkles Kapitel: Bei der stürmischen Tag- und Nachtregatta kam ein Mensch durch Ertrinken ums Leben; der Club wurde 2004 vor Bundesgericht schuldfrei gesprochen, was später zur Abschaffung der Kultregatta beitrug. 1997 folgte der erste Bucht Match Race mit der Segelschule Thunersee. Am 25. September 1998 wurde das neue Clublokal im Seebad eröffnet, mit guter Infrastruktur und Kran. 1999 und 2005 führten Hochwasser am Thunersee zu Absagen von Meisterschaften. 2004 feierte der Club sein 40-jähriges Jubiläum mit rund 200 Mitgliedern. 2006 wurde das Clublokal umgebaut. 2009 folgte die dritte Weltmeisterschaft (Tempest) mit Rekordfeld von 63 Teilnehmern. 2010 wurden Linda Fahrni und Maja Siegenthaler auf dem 420er Junioren-Weltmeisterinnen; Christof Wilke gewann die Weltmeisterschaft der 5,5 m IC. 2012 kaufte der Club den Bojenleger «Iron Shark». 2014 feierte der Club sein 50-jähriges Jubiläum mit gut 200 Aktiv- und Juniorenmitgliedern. 2016 führte der Club unter anderem Opti-PM mit über 100 Optimisten und den Spiezer Langstrecken Cup im TBSV-Cup durch. 2018 gewann Anja von Allmen Bronze bei der Optimisten-WM in Zypern; der Euro-Cup Trias in Spiez wurde von YCSp-Seglern gewonnen. 2019 bestätigte sich das Swiss-Sailing-League-Team in der Challenge League auf Rang 5; Anja von Allmen wurde Laser-Weltmeisterin. Corona-Jahre 2020/2021 erzwangen Absagen und Online-HV; 2021 stieg das SSL-Team wieder in die Challenge League auf, und «la vela» wurde öffentlich zugänglich. 2022 erreichte das SSL-Team den 1. Gesamtrang der Challenge League und stieg in die Super League auf; SM Yngling und Dolphin 81 fanden statt. 2023 gastierten 102 Optimisten zur Opti-Punktemeisterschaft, und der erste Heidi Cup Switzerland fand in Spiez statt; Anja von Allmen schaffte den Sprung ins Woman-Team von Alinghi Red Bull. 2024 eröffnete Eli das Clublokal neu, Björn Rizzi holte Platz 2 Overall am Genf-Rolle-Genf, der Club feierte «60 Jahre YCSp», und Spiez war Gastgeber der Schweizermeisterschaft der J/70 mit 30 Booten. Der Club bleibt in der Swiss Sailing Super League erstklassig.
Informationen
Einrichtungen
Clublokal «la vela» in der Spiezer Bucht, Krananlage zum Ein- und Auswassern, Clubboot J/70, Motorbootflotte (Startschiff Aisha sowie Schlauchboote Medusa und Argo), sechs mietbare Optimisten, Infrastruktur auf dem Wasser und an Land.
Aktivitäten
Regatten und TBSV-Cups, Swiss Sailing League (Super League), Juniorenförderung und Opti-Ausbildung, Clubregatta mit BBQ, J/70-Trainingscamps, gesellschaftliche Anlässe im Clublokal.
Jugendarbeit
Aktives Juniorenprogramm 2026 mit Schnuppernachmittagen (30 CHF), Opti-Basiskurs mit der Segelschule Thunersee und Freitagstraining; Vision eines J/70 Youth Teams; Kontakt junioren@ycsp.ch, Juniorenchef Adrian Zaugg.