Deutscher Segler-Club e.V.

Der Deutscher Segler-Club e.V. ist ein familienfreundlicher Segelverein in Berlin-Kladow direkt an der Havel gegenüber vom Grunewaldturm. Mit rund 100 Mitgliedern verbindet der Club entspanntes Fahrtensegeln mit einer lebendigen Gemeinschaft, moderner Steganlage mit 40 Boxen, vier Hängeständen und Jugend-Landliegeplätzen sowie einem eigenen Clubhaus. Die aktive Jugendabteilung bildet Kinder ab sechs Jahren vom Optimisten bis zu Zweihand-Jollen aus und bietet bis zu fünf kostenlose Schnuppertermine pro Saison. Regelmäßige Clubwettfahrten nach Yardstick, die traditionelle Opti-Oldie-Regatta beim Sommerfest und die begleitende Ausbildung zu Sportbootführerscheinen ergänzen das Angebot. Seit der Gründung 1931 und dem festen Anker in Gatow seit 1960 prägt ehrenamtliches Engagement den Verein bis heute.

Berlin-Gatow, Deutschland 100 Mitglieder
100 Mitglieder

Historie

Am 11. Mai 1931 wurde der Klub von acht aktiven und ehrenamtlich tätigen Mitgliedern aus den Seglervereinen YC Dämeritzsee und SC Argo sowie zwei Abgeordneten des Preußischen Landtages im Hotel „Russischer Hof“ in Berlin gegründet; Stammsitz war zunächst Zeuthen bei Berlin. Gründungsziel war „Die Förderung der Ausbildung des Seglernachwuchses in den Vereinen des Deutschen Segler-Bundes durch finanzielle und materielle Unterstützung der bestehenden Jugendabteilungen“. Zur damaligen Zeit war der Deutsche Segler-Bund einer von drei Verbänden, in denen sich die Seglervereine organisiert hatten. Die Förderer nutzten ihre Ämter und ihren Einfluss bis in die politischen Ebenen und konnten so eine Yawl in Stettin ankaufen und nach Berlin überführen. Sie wurde der Abteilung Berlin des Deutschen Segler-Bundes übergeben und fand ihren ersten Liegeplatz beim SC Argo am Zeuthener See. Auf ihr wurden Jugendliche aus den Vereinen des Deutschen Segler-Bundes ausgebildet; Trainingslager und Jugendtreffen wurden ebenfalls so finanziert. Die politische Entwicklung in Deutschland hatte im Jahre 1933 zur Folge, dass alle Seglervereine im Deutschen Segler-Verband vereinigt wurden. Der Deutsche Segler-Bund beschloss im September 1933 seine Liquidation. Das Satzungsziel des Klubs hatte damit seine Grundlage verloren. Die Satzung wurde geändert und es schlossen sich weitere aktive Segler dem Klub an und übten aktiv Regatta- und Fahrtensegeln bis in die Ostsee aus. Die Boote und Mitglieder waren in Vereinen im Raum Zeuthen ansässig und hatten weder einen eigenen Hafen noch Klubhaus. Die Kriegsjahre 1939 bis 1945 schränkten das Vereinsleben stark ein und führten letztendlich zum Verlust der Boote. Die Vereinsunterlagen wurden ebenfalls durch Kriegseinwirkungen vollständig vernichtet. Nach Jahren der Ungewissheit war es der Initiative des Ehrenvorsitzenden Alfred Pöppel und dem Kd. Wolfgang Kaiser zu verdanken, dass am 6. März 1954 eine Mitgliederversammlung zusammentrat, in der der Vorstand gewählt und eine neue Satzung beraten wurde. Im September 1954 wurde der DSC in den DSV und BSV aufgenommen. Die DSC-Flotte wurde größer, aber der DSC war ein Klub ohne Heim und Steganlage. Im Dezember 1960 stimmte die Mitgliederversammlung einem Pachtangebot von Gelände und Haus zu. Von nun an hatte der DSC seine Heimat in Gatow. Die Mitglieder hatten in dieser Zeit Unglaubliches geleistet und Gelände und Haus hergerichtet. Bis heute war dies Verpflichtung für die folgenden Generationen, die aus Hafen und Gelände ein wahres Kleinod gemacht haben. Die Anfänge des „Optimistensegelns“ auf der Unterhavel wurden im Wesentlichen vom damaligen Vorsitzenden Alfred Pöppel mit initiiert. 1966 schrieb der DSC gemeinsam mit dem WSV 22 erstmalig Wettfahrten für den Optimisten aus; 8 Vereine nahmen mit 12 Booten teil. Bereits 1968 kamen 72 Teilnehmer darunter auch amerikanische und britische Jugendliche, 1969 waren es 120 Teilnehmer. Auf der Freizeitschau Berlin im gleichen Jahr wurden vom WSV 22 und dem DSC in einem Werkraum einer Messehalle die Möglichkeiten der Fertigung von Optimisten aus Kunststoff vorgestellt. In den Jahren 1967 bis 1978 stellten Segler aus dem DSC die Deutschen Meister bei den 15 qm, 16 qm u. 20 qm Jollenkreuzern und der Jugendmeisterschaft der Europe. Das Fahrtensegeln nahm schon damals einen breiten Raum in den sportlichen Aktivitäten ein und ist heute das sportliche Standbein des DSC. Der Klub schätzt sich glücklich, vor dem Hintergrund der Veränderungen im Lande, in der Stadt und in der Gesellschaft ein schönes Gelände und eine schöne Steganlage zu haben und viele junge Familien mit Kindern in seiner Mitte zu wissen.

Informationen

Einrichtungen

Moderne Steganlage an der Havel mit 40 Boxen, vier Hängeständen und Landliegeplätzen für die Jugendabteilung, elektrisch betriebener Mastkran, funkferngesteuerte Seilwinde, CEE-Steckdosen mit FI-Typ B, Clubhaus und autarker Hafenbetrieb

Aktivitäten

Fahrtensegeln, Fahrtenseglerwettbewerb, Clubwettfahrten nach Yardstick, Opti-Oldie-Regatta beim Sommerfest, Jugendtraining, Schnuppersegeln, Sportbootführerschein-Ausbildung, Sommer- und Stiftungsfest, Skat- und Fahrtenseglerabende, Auf- und Abslippen, Arbeitsdienste

Jugendarbeit

Lebendige Jugendabteilung für Kinder und Jugendliche von 6 bis 26 Jahren mit DSV-lizenzierten Trainern, kostenlosem Schnuppersegeln und Ausbildung vom Optimisten bis zu Zweihand-Jollen

Gäste-Liegeplätze

Ja, freie Liegeplätze 7-11 Meter

Vorstand

Name
Funktion
Kontakt
Martin Schober
1. Vorsitzender
Tomas Bauch
2. Vorsitzender
Roland
Kassenwart
Michael
Schriftführer
Frank
Hafenwart
Christoph Paasch
Jugendwart
Laura
Regattawart
Julian
Webmaster

Weitere Funktionsträger

Name
Funktion
Kontakt
Laura
Jugendtrainer
Niklas
Jugendtrainer
Leonid
Jugendtrainer

Regatta-Kalender

https://deutscherseglerclub.de/termine

2026-05-16 1. Clubwettfahrt

2026-09-20 2. Clubwettfahrt

Trainingszeiten

Typ
Tag
Uhrzeit
Jugendtraining
Montag
16:00-19:00
Jugendtraining
Freitag
16:00-19:00

Mitgliedsbeitrag

Kategorie
Betrag
Zeitraum
Kinder bis 14 Jahre
84,50 Euro
Jährlich
Jugendliche bis 18 Jahre
119,50 Euro
Jährlich
Junge Erwachsene bis 26 Jahre
171,00 Euro
Jährlich
Fördermitgliedschaft
221,00 Euro
Jährlich